A U.S. Army tank drives through smoke from another tank, which was disabled during a four-hour running gun battle with insurgents in Mosul, Iraq Saturday Feb. 12, 2005
Themenmodul

Umweltsicherheit

Glossar


Aquifer

Ein Aquifer ist ein Gesteinskörper mit Hohlräumen, der Grundwasser leitet. Ursprünglich bezeichnete der Begriff Aquifer, auch Grundwasserleiter genannt, eine zur Abgabe von signifikanten Wassermengen geeignete Schichtenfolge bzw. Teile derselben. Während sich ein Grundwasserleiter nur über die Wasser gesättigten Zonen erstreckt, schließt der Begriff Aquifer auch Wasser ungesättigte Zonen oberhalb der Grundwasserzone (auch Sickerwasserzone genannt) ein. Es werden drei Arten von Grundwasserleitern unterschieden:

  1. Porengrundwasserleiter aus Locker- oder Festgestein, dessen Zwischenräume (Poren) von Grundwasser durchflossen werden,
  2. Kluftgrundwasserleiter aus Festgestein, die durchflusswirksame Klüfte und Gesteinsfugen enthalten,
  3. Karstgrundwasserleiter aus verkarsteten Karbonatgesteinen mit durchflusswirksamen Verkarstungen (d. h. Korrosionen des Gesteins).

Die Beschaffenheit eines Aquifers ist besonders für die Trinkwassergewinnung, die Sanierung von Grundwasserverschmutzungen und die bergbauliche Grundwasserbeeinflussung relevant.

 

Bodendegradation

Unter Bodendegradation (auch Bodendegradierung) versteht man im Allgemeinen eine Verschlechterung oder gar einen Verlust von Boden. Jährlich gehen weltweit schätzungsweise 5 bis 10 Millionen Hektar fruchtbarer Boden zum Beispiel durch Erosion und Versalzungsprozesse verloren. Vor dem Hintergrund, dass 90 Prozent der globalen Nahrungsmittelproduktion direkt von fruchtbaren Böden abhängig sind und die Nachfrage nach Nahrungsmitteln im Zuge einer stetig wachsenden Weltbevölkerung steigt, ist ein nachhaltigerer Umgang mit dieser Ressource unabdingbar. Wesentliche Prozesse, die zu Bodendegradation führen, sind unter anderem Erosion durch Wind und Wasser, Versiegelung, Verdichtung sowie Versalzung und Versauerung.

 

CO2-Zertifikatshandel

Mit dem 2005 in Kraft getretenen Kyoto-Protokoll hat sich die internationale Staatengemeinschaft erstmalig zu bestimmten Zielen verpflichtet, die klimaschädliche Treibhausgase, allen voran Kohlendioxid (CO2) verringern sollen. Bis 2020 möchte die Europäische Union ihre Treibhausgasemissionen um 20 Prozent im Verhältnis zum Basisjahr 1990 reduzieren. Hierzu hat die EU 2005 das Emissionshandelssystem (EU-TS) eingeführt, welches den Ausstoß von CO2 an Zertifikate bindet. Es funktioniert nach dem Prinzip „Cap and Trade“. Eine von der EU festgelegte Obergrenze („Cap“) legt fest, wieviel Treibhausgas in einem bestimmten Zeitraum emittiert werden darf. Der Staat erteilt Unternehmen kostenfrei für genau diese Menge pro Tonne CO2 ein Zertifikat. Falls ein Unternehmen mehr CO2 ausstoßen möchte als es Zertifikate zur Verfügung gestellt bekommen hat, muss es weitere Berechtigungen bei Auktionen oder am Markt einkaufen. Das heißt umgekehrt, dass Unternehmen, die ihre Zertifikate nicht verbraucht haben, diese handeln können  („Trade“).

 

Grenzüberschreitendes Wasserressourcenmanagement

Wasser als knappe Ressource braucht besonders bei grenzüberschreitenden Gewässern Kooperationsmechanismen zur Einigung über Verfügungsrechte, akzeptable Regulierungsmechanismen und gemeinsame Entscheidungsfindungswege zwischen den Anrainerstaaten. Hierbei müssen gegenseitige Abhängigkeiten von den grenzüberschreitenden Wasserressourcen beachtet werden, um Umweltproblemen und zukünftigen Ressourcenkonflikten vorzubeugen.

Beispiele für überregionales Wasserressourcenmanagement sind zwischenstaatliche Kooperationen bezüglich des Aralsees oder die Nilbecken-Initiative als Dialogplattform zur Nutzung des Nilwassers.

 

Integriertes Wasserressourcenmanagement

Das Konzept des Integrierten Wasserressourcenmanagements (IWRM) wurde bereits

1992 in der Dublin Konferenz und mit der  Agenda 21 der Vereinten Nationen international als Leitbild verankert. Ziel ist eine nachhaltige Bewirtschaftung von Gewässern und Grundwasserleitern, um soziale und wirtschaftliche Entwicklung zu fördern und gleichzeitig die Funktionsfähigkeit von Ökosystemen zu sichern. Integriert werden hierbei ökologische, ökonomische und soziale Herausforderungen in der Kooperation von staatlichen, gesellschaftlichen und privatwirtschaftlichen Akteuren.

 

IPCC

Das Intergovernmental Panel on Climate Change (IPCC, Deutsch “Zwischenstaatlicher Ausschuss über Klimaveränderungen” oder „Weltklimarat“) wurde 1988 vom Umweltprogramm der Vereinten Nationen (UNEP) und der Weltorganisation für Meteorlogie (WMO) gegründet, um als zwischenstaatliche Institution wissenschaftliche Forschung über Klimaänderungen für politische Entscheidungsträger und Interessierte zusammenzutragen und zu bewerten. Der IPCC betreibt hierbei selbst keine wissenschaftliche Forschung. Ergebnisse werden in den sogenannten Sachstandsberichten zusammengefasst und bilden die Basis für die weltweite Debatte über Klimapolitik. Im jüngst erschienenen 5. Sachstandbericht werden aktuelle Forschungsergebnisse über die Ursachen, Folgen und Zukunftsprognosen der globalen Erwärmung vorgestellt und für politische Entscheidungsträger zusammengefasst.

 

Klimaindex

Ein Klimaindex ist ein Maß für die Stärke des Klimawandels. Es gibt verschiedene Klimaindizes, welche auf unterschiedlichen Berechnungsmodellen beruhen. Sie simulieren beispielsweise die Erderwärmung, den Meeresspiegelanstieg oder auch die Häufigkeit von Dürren und Fluten. Indizes haben den Vorteil, Daten für verschiedene Regionen der Welt zusammenzufassen und vergleichbar darzustellen, woraus sich unter anderem Anreize für die Politikentwicklung ergeben. Beispielsweise vergleicht und bewertet der Klimaschutz-Index des Vereins Germanwatch die Klimaschutzleistungen von 58 Staaten, die zusammen für mehr als 90 Prozent der globalen CO²-Emissionen verantwortlich sind.

 

Klimainduziert

Unter klimainduziert versteht man die Veränderung bestimmter Gegebenheiten aufgrund von Klimaveränderungen. Beispiele hierfür sind die Einbürgerung und Ausbreitung nicht einheimischer Organismen wie zunehmend in nördlicheren Regionen verbreitete Moskito-Arten, oder auch das vermehrte Vorkommen extremer Wetterbedingungen wie Tornados und Orkane.

 

Klima-Anpassungsstrategie

Durch den weltweiten Klimawandel ändern sich auch die Lebensbedingungen von Menschen und Tieren. Die Anpassungsstrategie (eng.  climate adaptation) zielt drauf ab, auf das Eintreten der Klimaveränderungen so zu reagieren, dass die wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Kosten dieser Veränderungen gering ausfallen, bzw. Klimaveränderungen sogar als Chance für einige Regionen systematisch zu nutzen. Anpassungsstrategien sind beispielsweise klimagerechte Entwicklungskonzepte, welche Stadt- und Raumplanungskonzepte angepasst an steigende Meeresspiegel und Wetterextreme entwerfen.

 

Klima-Vermeidungsstrategie

Die Klima-Vermeidungsstrategie (eng. climate mitigation) zielt darauf ab das Ausmaß der Klimaveränderungen durch strategische Maßnahmen zu verringern und somit den Gletscherschwund, den Anstieg der Meeresspiegel, die Zunahme von Extremwettern und andere vermutete Auswirkungen der Erwärmung abzumildern. Unter die Klima-Vermeidungsstrategie fallen Maßnahmen zur Treibhausgasverringerung wie der CO2-Zertifikathandel oder auch die Förderung klimafreundlicher Technologien.

 

Klimakonflikte / Klimakriege

Klimakriege als Theorie beschreiben die Gefahr zukünftiger gewalttätiger Konflikte, welche aus durch den Klimawandel verknappenden Ressourcen und Nahrungsmittelproduktionen entstehen. Es wird angenommen, dass der Klimawandel zusätzlichen Umweltstress und Gesellschaftskrisen nach sich zieht, beispielsweise in der Sahelzone, welche durch schwache Staaten, Bürgerkriege und große Flüchtlingsströme gekennzeichnet ist. Das Konzept der Klimakriege ist allerdings umstritten, da es Zusammenhänge zwischen Knappheit und dem Auftreten von Konflikten kaum empirisch untermauern kann. Als erstes Beispiel für einen Konflikt mit ökologischen Ursachen wird von UNO-Generalsekretär Ban Ki-Moon der Darfurkonflikt im Sudan bezeichnet.

 

Klimakonferenzen

Bereits in den siebziger Jahren erkannten Forscher die Bedrohung durch den Klimawandel, was 1979 zur ersten Klimakonferenz in Genf führte. Das erste internationale Klimaschutzabkommen, die Klimarahmenkonvention, wurde 1992 in Rio de Janeiro verabschiedet. Seit 1994 finden jährliche UN-Klimakonferenzen statt. Das 1997 geschlossene Kyoto-Protokoll stellt eine wichtige Etappe internationaler Klimakonferenzen dar, da es verbindliche Verpflichtungen der Unterzeichnerstaaten zur Reduzierung ihrer Treibgasemissionen festlegt.

 

Klimawandel

Durch die Industrialisierung und der damit einhergehende erhöhte Ausstoß von Treibhausgasen wie CO2  durch die Verbrennung fossiler Brennstoffe beeinflusst der Mensch den natürlichen Treibhauseffekt unseres Planeten. Die erhöhte Konzentration der Treibhausgase in der Atmosphäre sorgt dafür, dass die von der Erde reflektierte Sonnenstrahlung in geringerem Maße zurück ins All abgegeben werden kann. Dies führt zu einer von den Menschen gemachten Erderwärmung. Durch die ansteigende Durchschnittstemperatur kann man das Abschmelzen der Polarkappen und Gletscher beobachten, was wiederum in einem erhöhten Meeressspiegel, Extremwetter und fortschreitende Wüstenbildung resultiert.

Zur Bekämpfung der negativen Effekte des Klimawandels haben sich zwei Muster herausgebildet: zum einen die Vermeidungsstrategie, welche sich auf die Bekämpfung der Erderwärmung an sich konzentriert, zum anderen die Anpassungsstrategie, welche dem Klimawandel angemessene Raumentwicklungskonzepte entwirft.

 

Klimaszenario

Grundlage für die Entwicklung von Strategien im Umgang mit dem Klimawandel bilden sogenannte Klimaszenarien. Dies sind wissenschaftliche Modelle, welche auf unterschiedlichen Berechnungen beruhen und die zu erwartenden Klimaveränderungen (wie Veränderungen von Temperatur, Niederschlag, Wind, Meeresspiegel) simulieren. Im Gegensatz zu einer Wettervorhersage zielen Klimaprognosen nicht auf die Vorhersage des Wetterzustandes an einem bestimmten Ort zu einer gewählten Zeit. Stattdessen errechnen sie statistische Durchschnittswerte über größere Räume und Zeitabschnitte wie die Entwicklung der globalen Durchschnittstemperatur.

 

Landgrabbing

Landgrabbing (Deutsch „Landnahme“) bezeichnet den Landerwerb durch private Investoren und staatliche Akteure aus Industrie- und Schwellenländern mittels langfristiger Pacht- oder Kaufverträgen von großen Agrarflächen in Entwicklungsländern. Auf diesen werden hauptsächlich Nahrungsmittel oder Energiepflanzen angebaut für den Export in die Investorländer zur Ernährungs- und Energiesicherung. Andere Motive ausländischer Investitionen sind die Sicherung von Süßwasserquellen und Rohstoffen.

Der negative Klang des Begriffes Landgrabbing geht auf die negativen Folgen der Landnahme zurück, wie die Zerstörung der Existenzgrundlage von Kleinbauern, mangelnde Nahrungsmittelproduktion für die lokale Bevölkerung, niedrige Entlohnung von lokalen Arbeitern oder massiven Umweltzerstörungen beispielsweise durch Monokulturen mit intensivem Pestizid- und Mineraldüngereinsatz.

 

Staudamm / Reservoir

Ein Staudamm ist ein Bauwerk zur Rückstauung (Talsperre) von Flüssen in einem dafür geeigneten Tal. Aufgrund ihres Rufes als nachhaltiges und umweltfreundliches Energiegewinnungsmodell ist ihre Anzahl in den letzten Jahrzehnten deutlich gestiegen. Allerdings ist gerade der Aspekt des Umweltschutzes sehr umstritten. Neben des massiven Eingriffes in das natürliche Landschaftsbild und der Auswirkungen auf einheimische Arten, stellt die Forschung besonders die umweltfreundliche Energiegewinnung von Staudämmen in Frage. Schätzungen gehen davon aus, dass etwa 4-7% der weltweiten Methanemissionen auf Wasserreservoirs zurückgehen.

 

Temperaturanstieg

2015 wird nach aktuellen Daten das erste Jahr sein, in dem die globale Durchschnittstemperatur um ein Grad höher sein wird als in vorindustrieller Zeit. Die langfristige Höhe und die Folgen des Temperaturanstieges sind noch nicht absehbar und hängen stark mit den globalen Klimaschutzbemühungen zusammen. Folgen des Temperaturanstieges sind häufigere extreme Wetterereignisse wie Hitzeperioden oder starke Stürme, Anstieg des Meeresspiegels, welcher die Überflutung von Küstenregionen zur Folge hat oder auch das Massenaussterben von Tieren und Pflanzen. Internationales Ziel ist die Begrenzung des Temperaturanstiegs durch nachhaltige Klimapolitik auf 2°C. Bis zu dieser Grenze gelten die Auswirkungen des Klimawandels als beherrschbar.

 

Meeresspiegelanstieg

Die Höhe des globalen Meeresspiegels wird erst seit Beginn der Satellitenmessungen Anfang der 1990er Jahre genau erfasst, erste Pegelmessungen an Küsten existieren bereits seit dem 18. Jahrhundert. In der Auswertung der Messungen ergab sich, der Meeresspiegel deutlich angestiegen ist. Durch den Klimawandel wird ein deutlicher Anstieg des Meeresspiegels erwartet. Die Schätzungen über die genaue Höhe dieses Anstiegs fallen allerdings unterschiedlich aus. Knapp 2/3 des Anstiegs sind dabei auf die thermische Ausdehnung des Wassers zurückzuführen, die restlichen Anteile auf Schmelzwassereintrag vom Festland. Bereits ein Anstieg von nur einem Meter kann allerdings enorme Folgen für Ökosysteme und Bewohner der Küstenregionen haben. Dazu zählen einerseits Küstenerosionen, Versalzung der Küstengewässer, Überflutungen sowie andererseits die potentielle Zunahme von folgeschweren Naturkatastrophen wie beispielsweise Tropenstürme.

 

Umweltflüchtling

Umweltflüchtlinge sind Menschen, die ihre Heimatregion aufgrund von Umweltzerstörung oder Ressourcenverknappung verlassen. Der Begriff wurde geprägt von einem Bericht des UN-Umweltprogramms von 1985, in dem Umweltflüchtlinge definiert wurden als die Menschen, die dazu gezwungen sind, ihren traditionellen Lebensraum temporär oder permanent zu verlassen aufgrund besonderer Schäden der Umwelt, die ihre Existenz bedrohten und/oder ihre Lebensqualität ernsthaft beeinträchtigten.

Derzeit gibt es keine verlässlichen Zahlen oder Studien über Umweltmigration. Durch die Folgen des Klimawandels, aber auch das starke Wachstum der Weltbevölkerung und damit einhergehenden regionalen Ressourcenmangel wird eine erhöhte Anzahl von Umweltflüchtlingen in Zukunft angenommen.

 

Umweltkonflikte

Der Terminus Umweltkonflikt wird oft synonym zu Klimakonflikt gebraucht. Begrifflich lässt sich jedoch ein Umweltkonflikt vom Klimakonflikt abgrenzen, indem hier explizit der Konflikt aus Umweltgründen hervorgeht, während beim Klimakonflikt durch klimatische Veränderungen bedingte Probleme Konfliktursachen bilden. Ein Umweltkonflikt geht beispielsweise aus gegenläufigen Interessen über die Nutzung der Umweltressourcen wie eines Sees hervor, welche in einem gewaltsamen Konflikt ausufern. Während Klimakonflikte derzeit noch ein umstrittenes hypothetisches Konzept darstellen, sind Umweltkonflikte bereits real existierende, beobachtbare Auseinandersetzungen bezüglich divergierender Umweltinteressen.

 

Virtuelles Wasser

Virtuelles Wasser beschreibt, welche Menge Wasser zur Herstellung eines Produktes oder für eine Dienstleistung verwendet wird. Dies umfasst den Wasserverbrauch der gesamten Produktionskette: vom An- und Abbau der Rohstoffe, über die Weiterverarbeitung bis zur Endfertigung eines Produktes. Dabei ist die Menge virtuellen Wassers teilweise stark regionsabhängig. Während man für den Anbau bestimmter Feldfrüchte und Getreidearten in tropischen und subtropischen Ländern viel Wasser aufgrund der heißen Temperaturen und der starken Sonneneinstrahlung benötigt, braucht man für eine vergleichbar weniger Wasser in europäischen Ländern aufgrund des gemäßigten Klimas. Nachhaltige und effiziente Produktionen zielen somit auch auf einen möglichst geringen Verbrauch virtuellen Wassers ab.

 

Wasserknappheit

In Zahlen ausgedrückt bedeutet Wasserknappheit, dass in einem Land weniger als 1700 m³ Wasser pro Jahr für eine Person zur Verfügung stehen. Bei unter 1000 m³ spricht man von einem Wassermangel.

Wasserknappheit beinhaltet neben der quantitativen Verfügbarkeit von Wasser auch die Qualität des Wassers und der Sanitärversorgungen. Die Entstehung bzw. Verstärkung von Wasserknappheit kann eine Auswirkung des Klimawandels in einigen Regionen sein. Es wird angenommen, dass insbesondere Entwicklungsländer mit ohnehin knappen Wasserressourcen und starkem Bevölkerungswachstum betroffen sein werden. Hieraus wird ein direkter Zusammenhang zwischen dem Klimawandel, der Verknappung von Wasser und Konflikten um die knappen Ressourcen abgeleitet. Gegen die unwiederbringliche Verringerung von Wasserreserven und einen nachhaltigem, kooperativen Umgang mit diesen werden verschiedene Konzepte wie integriertes oder grenzüberschreitendes Wasserressourcenmanagement entwickelt (siehe oben).

 

Wasserverfügbarkeit

Die Wasserverfügbarkeit ist einerseits von den Wasserressourcen, andererseits von der Wasserentnahme abhängig. Die Vereinten Nationen sprechen bei Wasserverfügbarkeit von den verfügbaren Süßwasserressourcen, also der Menge an Süßwasser, die eine Person pro Jahr zur Verfügung stehen hat.

Das Klima sowie der Klimawandel wirken sich regional unterschiedlich auf die Wasserverfügbarkeit aus. Es besteht eine Tendenz dahingehend, dass trockene (aride und semiaride) Regionen in Zukunft noch trockener werden und feuchte (humide) Gebiete noch feuchter. Es wird auch davon ausgegangen, dass damit zukünftig mehr Menschen an Wassermangel leiden (siehe Wasserstress).

 

Wasserressourcen

Mehr als 97% der gesamten Wasservorräte der Erde bestehen aus Salzwasser. Lediglich 2,5% der Wasserressourcen bestehen aus Süßwasser, von dem allerdings rund 2% im Eis der Polkappen und in Gletschern gebunden ist. Die Süßwasservorräte sind dabei auf der Erde ungleich verteilt und ohne besondere Aufbereitung ist der größte Anteil der Wasserressourcen, das Salzwasser, nicht nutzbar. Während etwa in Kuwait pro Person und Jahr 10 m3 zur Verfügung stehen, sind es in Deutschland 2000 und in Österreich 10000 m3.

 

Wasserstress

Übersteigt die Entnahme einen bestimmten Prozentsatz der Ressourcen, spricht man von Wasserstress. Extremer Wasserstress liegt hiernach dann vor, wenn die Entnahme 40 % der Ressourcen übersteigt. Durch die globale Ungleichverteilung der Wasserressourcen leben gegenwärtig rund 2,3 Milliarden Menschen unter extremen Wasserstress. Durch den Klimawandel und das starke Bevölkerungswachstum, insbesondere in Entwicklungsländern mit ohnehin geringer Wasserverfügbarkeit und –qualität, wird angenommen, dass zukünftig mehr als doppelt so viele Menschen unter extremen Wasserstress leben werden. Gegenwärtig leiden die Regionen Sub-Sahara-Afrika, Südwestasien und der Mittelmeerraum am stärksten unter Wasserstress. Um die Folgen dieser Entwicklung abzuschwächen, wird an wassereffizienteren Produktionsverfahren und Aufbereitungstechnologien gearbeitet.


Datentabellen

Für einige ausgewählte Kartenlayer stellt das Informationsportal Krieg und Frieden die vollständigen zugrunde liegenden Datensätze in tabellarischer Form bereit. Weiter...


Länderporträts

In den Länderportäts werden die Daten und Informationen länderweise zusammengeführt und tabellarisch aufbereitet, die in den Modulen für die Darstellung in Karten und Abbildungen genutzt wurden. Weiter...


Navigation und Bedienung

Die Informationen und Daten eines jeden Moduls werden primär in Form von aktivierbaren Kartenlayern bereitgestellt und durch Texte und Grafiken ergänzt. Die Kartenlayer sind in dem Menübaum auf der rechten Seite nach Themen und Unterthemen sortiert aufgelistet. Weiter...

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